1. Eheschliessung

Eheschliessung in der Schweiz

Die Ehe muss auf dem Zivilstandsamt geschlossen werden.

Zuständig für die Durchführung des Ehevorbereitungsverfahrens ist das Zivilstandsamt am Wohnsitz der Braut oder des des Bräutigams. Wohnen beide Verlobten im Ausland, ist das Zivilstandsamt, das die Trauung vornehmen soll, zuständig für die Durchführung des Ehevorbereitungsverfahrens. Die Verlobten haben diesfalls auch die Möglichkeit, das Gesuch um Durchführung des Ehevorbereitungsverfahrens durch Vermittlung der zuständigen Schweizer Vertretung einzureichen.

Ausländische Verlobte, die nicht in der Schweiz wohnen, benötigen für die Eheschliessung in der Schweiz eine Bewilligung der zuständigen kantonalen Aufsichtsbehörde im Zivilstandswesen.

Die Verlobten müssen vor der Zivilstandsbeamtin oder dem Zivilstandsbeamten bzw. auf der Schweizer Vertretung im Ausland persönlich erklären, dass sie sämtliche Ehevoraussetzungen erfüllen.

Um die Ehe in der Schweiz eingehen zu können, müssen die Brautleute das 18. Altersjahr zurückgelegt haben. Im Weiteren dürfen sie nicht in einem engen Verwandtschaftsverhältnis zueinander stehen. Insbesondere ist die Eheschliessung zwischen zwischen Geschwistern und Halbgeschwistern verboten. Personen, die unter Vormundschaft stehen, bedürfen zur Eheschliessung der Zustimmung ihres gesetzlichen Vertreters. Wer bereits verheiratet ist oder in eingetragener Partnerschaft lebt, kann keine Ehe schliessen. Jede Person, die sich verheiraten will, hat deshalb nachzuweisen, dass die frühere Ehe oder die frühere eingetragene Partnerschaft aufgelöst oder für ungültig erklärt worden ist.

Für weitergehende Auskünfte wenden Sie sich bitte direkt an das zuständige Zivilstandsamt bzw. an die zuständige Schweizer Vertretung im Ausland.

Schweizerische Verlobte
Bereits im Personenstandsregister ("Infostar") beurkundete Personenstandsdaten müssen nicht mit Dokumenten nachgewiesen werden. Bitte erkundigen Sie sich in Bezug auf das Ehevorbereitungsverfahren direkt beim zuständigen Zivilstandsamt bzw. bei der zuständigen Schweizer Vertretung im Ausland.

Eine Person, die noch nicht im Personenstandsregister erfasst ist, muss im Hinblick auf die Durchführung des Ehevorbereitungsverfahrens zuerst rückerfasst werden.

Die Verlobten müssen zudem einen Wohnsitznachweis und einen Identitätsausweis beibringen.

Haben die Verlobten bereits ein gemeinsames Kind, so haben sie nebst der Geburtsurkunde des Kindes ein Dokument beizubringen, aus dem das Bestehen des Kindesverhältnisses zum Vater hervorgeht (Anerkennungsurkunde, Vaterschaftsurteile, Adoptionsentscheid).

Bei den beizubringenden Dokumenten sollte es sich grundsätzlich um Originale handeln, die nicht älter als sechs Monate sind.

Ausländische Verlobte
Bereits im Personenstandsregister ("Infostar") beurkundete Personenstandsdaten müssen nicht mit Dokumenten nachgewiesen werden. Bitte erkundigen Sie sich in Bezug auf das Ehevorbereitungsverfahren direkt beim zuständigen Zivilstandsamt bzw. bei der zuständigen Schweizer Vertretung im Ausland.

Sofern die Personenstandsdaten der betroffenen Person im Personenstandsregister nicht abrufbar sind, hat diese alle zu ihrer Aufnahme ins Personenstandsregister notwendigen Dokumente beizubringen. Zu diesem Zweck hat sie Dokumente betreffend Geburt, Geschlecht, Namen, Abstammung, Zivilstand und Staatsangehörigkeit beizubringen. Das für die Durchführung des Ehevorbereitungsverfahrens zuständige Zivilstandsamt bzw. die zuständige Schweizer Vertretung im Ausland informieren Sie über die entsprechend aus Ihrem Heimatstaat beizubringenden Dokumente.

Die ausländischen Verlobten haben zudem einen Wohnsitznachweis und einen Identitätsausweis vorzulegen.

Haben die ausländischen Verlobten ihren Wohnsitz nicht in der Schweiz, müssen sie ausserdem eine Eheanerkennungserklärung ihres Heimat- oder Wohnsitzstaates oder ein Ehefähigkeitszeugnis beibringen. Sie haben sich diesbezüglich direkt an die ausstellenden Behörden im Ausland oder an die ausländische Vertretung des ausstellenden Staates in der Schweiz zu wenden.

Bei den beizubringenden Dokumenten sollte es sich grundsätzlich um Originale handeln, die nicht älter als sechs Monate sind. Die ausländischen Dokumente müssen in der Regel beglaubigt und, sofern sie nicht in einer schweizerischen Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch) abgefasst sind, übersetzt werden. Die Schweizer Vertretung im Staat, welcher diese Dokumente ausstellt, informiert Sie diesbezüglich.

Haben die Verlobten bereits ein gemeinsames Kind, so haben sie nebst der Geburtsurkunde des Kindes ein Dokument beizubringen, aus dem das Bestehen des Kindesverhältnisses zum Vater hervorgeht (Anerkennungsurkunde, Vaterschaftsurteile, Adoptionsentscheid).

Zum Teil wird für die Einreise in die Schweiz zum Zwecke der Eheschliessung ein Visum benötigt. Das Visumsgesuch kann bei der zuständigen Schweizer Vertretung im Ausland eingereicht werden, welche es via das Bundesamt für Migration BFM an die zuständige kantonale Migrationsbehörde weiterleitet.

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte direkt an diese Behörden.

Die Liste mit den vollständigen Adressen der Zivilstandsämter wird regelmässig aktualisiert. Sie finden sie unten in der Rubrik 'Adressen'.

Die Kosten hängen vom Arbeitsaufwand des Zivilstandsamtes ab. Das Zivilstandsamt informiert Sie hinsichtlich der anfallenden Kosten, welche sich auf die Verordnung über die Gebühren im Zivilstandswesen (ZStGV, SR 172.042.110) stützen.

Die Zivilstandsänderung einer Person infolge Eheschliessung ist namentlich den Behörden, dem Arbeitgeber, der Steuerverwaltung und den Versicherungen zu melden. Im Übrigen ist der Zivilstand im Zusammenhang mit dem Abschluss bestimmter Verträge anzugeben. Erneuern lassen müssen die Ehegatten insbesondere ihren Heimatschein, sofern dieser bei der Einwohnerkontrolle hinterlegt ist.

Der Ehegatte, der mit der Eheschliessung seinen Namen ändert, muss zudem verschiedene Ausweisdokumente erneuern, beispielsweise die folgenden:

  • Identitätskarte
  • Pass
  • Führerausweis

Die in der Schweiz erfolgte Eheschliessung wird von den schweizerischen Zivilstandsbehörden in der Regel nicht an ausländische Behörden gemeldet, Ausnahmen bestehen jedoch in Bezug auf Deutschland, Österreich und Italien. Zwischen diesen Ländern und der Schweiz bestehen entsprechende bilaterale Abkommen. Der ausländische Ehegatte muss die in der Schweiz erfolgte Eheschliessung den Behörden seines Heimatstaates deshalb grundsätzlich selber melden. Er hat sich diesbezüglich an die zuständige ausländische Vertretung in der Schweiz wenden.

 

Eheschliessung im Ausland

Bitte wenden Sie sich direkt an die zuständigen ausländischen Eheschliessungsbehörden (Zivilstandsamt, Gemeindeverwaltung etc.) am Ort, wo die Trauung stattfinden soll, oder an die ausländische Vertretung des Eheschliessungsstaates in der Schweiz. Einzig diese ausländischen Behörden können Sie verbindlich informieren.

Einige Staaten verlangen im Hinblick auf die Eheschliessung ein Ehefähigkeitszeugnis. Mit diesem Dokument wird der Nachweis erbracht, dass die Ehevoraussetzungen gemäss schweizerischem Recht erfüllt sind.

Besitzt einer der Verlobten die schweizerische Staatsangehörigkeit und wird für die Eheschliessung im Ausland ein Ehefähigkeitszeugnis benötigt, müssen die Verlobten in der Schweiz das Ehevorbereitungsverfahren durchlaufen, damit ihnen ein Ehefähigkeitszeugnis ausgestellt werden kann.

Das Ehefähigkeitszeugnis wird den Verlobten vom Zivilstandsamt am schweizerischen Wohnsitz oder bei Fehlen eines solchen, vom Zivilstandsamt am schweizerischen Heimatort der Braut oder des Bräutigams ausgestellt. Wohnen die Verlobten im Ausland, können sie das Ehefähigkeitszeugnis durch Vermittlung der zuständigen Schweizer Vertretung im Ausland bestellen.

Die Verlobten müssen vor der Zivilstandsbeamtin oder dem Zivilstandsbeamten bzw. auf der Schweizer Vertretung im Ausland persönlich erklären, dass sie sämtliche Ehevoraussetzungen erfüllen.

Um die Ehe in der Schweiz eingehen zu können, müssen die Brautleute das 18. Altersjahr zurückgelegt haben. Im Weiteren dürfen sie nicht in einem engen Verwandtschaftsverhältnis zueinander stehen. Insbesondere ist die Eheschliessung zwischen Geschwistern und Halbgeschwistern verboten. Personen, die unter Vormundschaft stehen, bedürfen zur Eheschliessung der Zustimmung ihres gesetzlichen Vertreters. Wer bereits verheiratet ist oder in eingetragener Partnerschaft lebt, kann keine Ehe schliessen. Jede Person, die sich verheiraten will, hat deshalb nachzuweisen, dass die frühere Ehe oder die frühere eingetragene Partnerschaft aufgelöst oder für ungültig erklärt worden ist.

Im Zusammenhang mit der Bestellung eines Ehefähigkeitszeugnisses sind dieselben Dokumente beizubringen wie für die Eheschliessung in der Schweiz. Siehe Frage 1.2 (Welche Dokumente muss ich beibringen?).

Eine im Ausland gültig geschlossene Ehe wird in der Schweiz anerkannt, es sei denn, sie verstosse offensichtlich gegen unseren Ordre public oder sie sei missbräuchlich. Die im Ausland erfolgte Eheschliessung wird den schweizerischen Behörden von den ausländischen Zivilstandsbehörden in der Regel nicht gemeldet. Ausnahmen bestehen jedoch in Bezug auf Deutschland, Österreich und Italien. Zwischen diesen Ländern und der Schweiz bestehen entsprechende bilaterale Abkommen.

Schweizerische Staatsangehörige sowie Ausländer mit Wohnsitz in der Schweiz, deren Personenstandsdaten im Personenstandsregister abrufbar sind, melden ihre Eheschliessung der zuständigen Schweizer Vertretung im Ausland und reichen dort ihre Eheurkunde im Original ein. Sofern die Eheschliessung nicht gestützt auf ein schweizerisches Ehefähigkeitszeugnis erfolgt ist, sind zusätzlich zur Eheurkunde weitere Dokumente beizubringen. Siehe dazu Frage 1.2 (Welche Dokumente muss ich beibringen?). Die Schweizer Vertretung im Ausland übersetzt und beglaubigt die Dokumente und übermittelt sie anschliessend kostenlos in die Schweiz. Ausnahmsweise kann die Meldung auch bei der kantonalen Aufsichtsbehörde im Zivilstandswesen erfolgen, welche die Dokumente bei Bedarf an die zuständige Schweizer Vertretung im Ausland zwecks Übersetzung und Beglaubigung schickt (gebührenpflichtig).

Das Anerkennungsverfahren kann einige Zeit in Anspruch nehmen, insbesondere, wenn ausländische Dokumente überprüft werden müssen. Es empfiehlt sich daher, frühzeitig mit der zuständigen kantonalen Aufsichtsbehörde im Zivilstandswesen bzw. der zuständigen Schweizer Vertretung im Ausland Kontakt aufzunehmen.

Das Verzeichnis der diplomatischen und konsularischen Vertretungen der Schweiz im Ausland finden Sie unten in der Rubrik 'Adressen'.

Der Aufenthalt des ausländischen Ehegatten und der Kinder in Schweiz im Rahmen des Familiennachzuges bedarf einer Bewilligung.

Die zuständige kantonale Migrationsbehörde entscheidet über die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Das Gesuch um Familiennachzug kann bei der zuständigen Schweizer Vertretung im Ausland gestellt werden, welche es via BFM an die zuständige Behörde weiterleitet.

Für Fragen in Bezug auf die Einreise und den Aufenthalt in der Schweiz informieren Sie sich bitte direkt bei den entsprechenden Behörden.

Rechtliche Grundlagen

Dokumente

nach oben Letzte Änderung 27.08.2018