Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen

Die fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 (FSZM) sind ein düsteres Kapitel der Schweizer Sozialgeschichte. Zu den Betroffenen zählen etwa Verdingkinder, Heimkinder, administrativ Versorgte, Personen, deren Reproduktionsrechte verletzt worden sind (unter Zwang oder ohne Zustimmung erfolgte Abtreibungen, Sterilisierungen, Kastrationen) oder Zwangsadoptierte. Nach den bisherigen Erkenntnissen waren Zehntausende von Personen von solchen Massnahmen betroffen.

Während Jahrzehnten waren die fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen kaum ein öffentliches Thema. Das hat sich inzwischen geändert. Die Betroffenen und Opfer haben sich mittlerweile mit ihren Anliegen Gehör bei den Behörden und Institutionen verschaffen können.

In kurzer Zeit ist auf gesellschaftlicher und politischer Ebene vieles in Bewegung geraten und es hat ein Umdenken stattgefunden. Fast in Rekordzeit wurde ein Bundesgesetz zur Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen ausgearbeitet und vom Parlament mit deutlichen Mehrheiten beschlossen. Dieses ebnet nun den Weg für eine umfassende Aufarbeitung.

Wir laden Sie ein, sich auf dieser Website über verschiedene Aspekte und Hintergründe dieses vielschichtigen Themas näher zu informieren.

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nach oben Letzte Änderung 30.01.2017