Rechtliche Grundlagen

Das Parlament hat am 30. September 2016 das Bundesgesetz über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 (AFZFG) mit deutlicher Mehrheit verabschiedet. Das AFZFG ist am 1. April 2017 in Kraft getreten.

Das AFZFG schafft die Rahmenbedingungen für eine umfassende gesellschaftliche und individuelle Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981. Zentral ist dabei die Anerkennung und Wiedergutmachung des Unrechts, das den Opfern von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen in der Schweiz vor 1981 zugefügt worden ist. Hierzu sind verschiedene Massnahmen, namentlich die Ausrichtung eines einheitlichen Solidaritätsbeitrages von bis zu 25 000 Franken pro Opfer, die Beratung und Unterstützung von Opfern und anderen Betroffenen durch kantonale Anlaufstellen, verschiedene Dienstleistungen der kantonalen Archive sowie eine umfassende wissenschaftliche Aufarbeitung vorgesehen.

In der Verordnung zum Bundesgesetz werden gewisse Aspekte des Gesetzes detailliert beschrieben, insbesondere das Verfahren zur Eingabe eines Gesuchs zum Solidaritätsbeitrag. Die Verordnung ist ebenfalls am 1. April 2017 in Kraft getreten.

Weitere Informationen über das Gesetz finden Sie in der nachfolgenden Botschaft.

Weitere Informationen über die Entstehungsgeschichte des AFZFG (die Botschaft, die Bundesratsbeschlüsse sowie den Gesetzestext) finden Sie auf der Webseite Cura Vista (15.082) und auf der Internetseite des Delegierten für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen:

nach oben Letzte Änderung 18.12.2017