Bundesamt für Migration

Asyl / Schutz vor Verfolgung

Humanitäre Tradition

Seit Jahrhunderten haben religiös oder politisch Verfolgte in der Schweiz Schutz vor den ihnen drohenden Gefahren gesucht. Der Grund dafür liegt nicht allein in der geographischen Lage unseres Landes, sondern ebenso sehr in seiner politischen, konfessionellen und kulturellen Vielfalt.
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Flüchtlingsbegriff und Asylrecht

Betroffenheit über die Schrecken des zweiten Weltkrieges veranlasste die internationale Staatengemeinschaft 1951 in der Schweiz eine Schutzvereinbarung zu schliessen: Einzelpersonen und Gruppen sollten durch die Genfer Flüchtlingskonvention besser vor politischer Unterdrückung, Verfolgung, Gewalt und Rassismus geschützt werden. Sie dient als Basis des schweizerischen Asylgesetzes. Flüchtlinge sind demnach Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen.
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Asylverfahren

Das Bundesamt für Migration unterzieht jedes Asylgesuch einer sorgfältigen und individuellen Prüfung. Die Schweiz wendet das Dublinverfahren seit dem 12. Dezember 2008 an. Das Assoziierungsabkommen Dublin regelt die Zuständigkeit eines bestimmten Dublin-Staates für die Durchführung des Asylverfahrens. Es ist derjenige Staat für die Behandlung eines Asylgesuchs zuständig, in dem das erste Gesuch eingereicht wurde, was namentlich mit der Fingerabdruck-Datenbank EURODAC rasch ermittelt werden kann. Demnach soll eine asylsuchende Person nach einem abschlägigen Asylentscheid nicht mehr die Möglichkeit haben, in einem anderen Dublin-Staat erneut ein Asylverfahren einzuleiten. Ist die Schweiz zuständig, wird auf offensichtlich missbräuchliche Gesuche nicht eingetreten. Bei den übrigen Gesuchen gilt es zu prüfen, ob die Asylvorbringen glaubhaft sind und – falls dies zutrifft – ob die Flüchtlingseigenschaft gemäss Asylgesetz erfüllt ist. Asylsuchende, deren Gesuch abgelehnt worden ist, die jedoch nicht in ihr Heimatland zurückkehren können, erhalten eine vorläufige Aufnahme. Folgende drei Gründe gelten als ausschlaggebend: Der Vollzug der Wegweisung erweist sich als unzulässig (konkrete Gefährdung des Ausländers: Verstösse gegen die Europäische Menschenrechtskonvention), unzumutbar (z.B. wegen Krieg oder schwerwiegender persönlicher Notlage) oder unmöglich (die Durchführung der Reise ist zum Zeitpunkt der Rückschaffung technisch nicht möglich).
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Sozialhilfe

Mittellose Asylsuchende, vorläufig aufgenommene Personen und anerkannte Flüchtlinge werden durch die öffentliche Sozialhilfe unterstützt.
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