Bundesamt für Polizei

Hausdurchsuchungen von Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalpolizei in den Kantonen Tessin und Graubünden

Medienmitteilungen, fedpol, 18.04.2002

Verdacht der direkten oder indirekten Terrorismusfinanzierung

Im Rahmen der am 15. September letzten Jahres aufgenommenen Schweizer Terrorismusermittlungen in der "Task Force Terror USA" haben Bundesanwaltschaft (BA) und Bundeskriminalpolizei (BKP) am Donnerstag in den Kantonen TI und GR in mehreren Firmen sowie den Privatdomizilien von drei Personen Hausdurchsuchungen vorgenommen und Dokumente beschlagnahmt.

BA und BKP sind aufgrund des Verdachts direkter oder indirekter Terrorismusfinanzierung in Verbindung zu den Anschlägen des 11. Septembers 2001 in den USA gegen mehrere Firmen, darunter ein Treuhandbüro, vorgegangen. In koordinierter Aktion sowie enger Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden der Kantone Tessin und Graubünden wurden Firmen- und Büroräume sowie die Privatwohnungen von drei Personen durchsucht. Dabei konnte eine Anzahl von Dokumenten und Akten beschlagnahmt werden. Die Dokumente werden nun aufgrund der bestehenden Verdachtsmomente hinsichtlich direkter oder indirekter Verbindungen mit terrorismusverdächtigen Kreisen analysiert. Befragungen oder Verhaftungen wurden keine vorgenommen; die drei beteiligten Personen gelten nicht als beschuldigt. Unter der Leitung der Bundesanwaltschaft waren rund 60 Vertreter der BKP und der Kantonspolizeien Graubünden und Tessin im Einsatz. Mit Rücksicht auf die laufenden gerichtspolizeilichen Ermittlungen können auch diesmal bis auf weiteres keine zusätzlichen Informationen bekanntgegeben werden.

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