Bundesamt für Polizei

«Mossad-Affäre»: die Anklageschrift wurde dem Bundesgericht zugestellt

Medienmitteilungen, fedpol, 15.09.1999

Gestern hat die Bundesanwaltschaft die Anklageschrift gegen einen Mitarbeiter des israelischen Geheimdienstes an die Anklagekammer des Bundesgerichtes gesandt. Diese Person wird beschuldigt, im Zeitraum Januar-Februar 1998 in der Stadt Bern und in der Gemeinde Köniz verschiedene Straftaten begangen zu haben.

Die am 14. September 1999 von der Bundesanwältin Carla Del Ponte unterschriebene Anklageschrift betrifft folgende Vergehen: verbotene Handlungen für einen fremden Staat (Art. 271 StGB), politischer Nachrichtendienst (Art. 272 Zif. 1, Abs. 1 StGB) versuchtes Abhören und Aufnehmen fremder Gespäche (Art.179 bis Abs. 1 in Verbindung mit 21 StGB) und wiederholtes Fälschen ausländischer Ausweise (Art. 252 in Verbindung mit Art. 255 StGB).

Der Angeklagte ist teilweise geständig. Insbesonders gab er zu, mehrmals einen echten, aber mit falschen Angaben versehenen israelischen Pass für die Einreise in die Schweiz benützt sowie Handlungen begangen zu haben, um eine Abhör-/Sendeanlage in einem Mehrfamilienhaus in Köniz zu installieren, wobei er stets im Auftrag des Mossad gehandelt hat.

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