Lotterien und Wetten erreichen einen Umsatz von 2,8 Milliarden Franken

BJ veröffentlicht Lotteriestatistik 2006

Medienmitteilungen, BJ, 02.07.2007

Bern. Das Wachstum im schweizerischen Lotterie- und Wettmarkt hat sich auch im Jahr 2006 fortgesetzt. Mit einem Umsatz von 2,8 Milliarden Franken wurde ein neuer Umsatzrekord erreicht, wie aus der Lotteriestatistik 2006 des Bundesamtes für Justiz (BJ) hervorgeht.

Das seit dem Jahr 2000 anhaltende Wachstum der Jahresumsätze im schweizerschen Lotterie- und Wettmarkt hat sich auch im Jahr 2006 fortgesetzt. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,4% auf 2,8 Milliarden Franken (2005: 2,74 Mia. Fr.). Auf die Bevölkerung der Schweiz umgerechnet entspricht dies einem Betrag von 374 Franken (2005: 368 Fr.) pro Person.

Euro Millions, Swiss Lotto und Sporttip
Die in neun europäischen Ländern angebotene Lotterie "Euro Millions" löste 2006 erstmals das bisher in der Schweiz seit Jahren führende "Swiss Lotto" (Zahlenlotto inkl. Jokerspiele) als umsatzstärkstes Produkt ab. Während der Umsatz von "Euro Millions" in der Schweiz um 75% auf 545 Mio. Franken im Jahr 2006 anstieg (2005: 312 Mio. Fr.), fiel der Umsatz von "Swiss Lotto" im gleichen Zeitraum um 37% auf 413 Mio. Franken (2005: 652 Mio. Fr.). Der Umsatz der ebenfalls gesamtschweizerisch angebotenenen Sportwetten "Sporttip" sank leicht um rund 2,5% auf 39 Mio. Franken (2005: 40 Mio. Fr.).

Bruttospielerträge im Glücksspielbereich
Die staatlichen Lotterie- und Wettveranstalter (Swisslos und Loterie Romande) weisen in ihren Geschäftsberichten nicht mehr den Umsatz, sondern den sogenannten Bruttospielertrag (BSE) aus. Der BSE errechnet sich aus der Differenz zwischen der Summe aller getätigten Spieleinsätze und der Summe aller wieder an die Spieler ausbezahlten Gewinne. Dadurch wird der Vergleich mit dem Spielbankenbereich möglich, der seit jeher auf der Basis des BSE seine Geschäftszahlen bekanntgibt. Die Lotterie- und Wettveranstalter haben im Jahr 2006 einen Bruttospielertrag von 970 Mio. Franken erzielt (2005: 918 Mio. Fr.), während die schweizerischen Spielbanken einen solchen von 955 Mio. Franken erreichten (2005: 874 Mio. Fr.).

Verwendung der Erträge
Die Lotterie- und Wettveranstalter haben im Jahr 2006 den Lotterie- und Sportfonds der Kantone sowie diversen direktbegünstigten Sportdachverbänden insgesamt 586 Mio. Franken ausgeschüttet (2005: 491 Mio. Fr.). Die Spielbanken lieferten ihrerseits im selben Zeitraum 495 Mio. Franken (2005: 443 Mio. Fr.) an die AHV sowie an die Staatskassen der Standortkantone von B-Casinos ab.

Denise Lörtscher, Bundesamt für Justiz, T +41 31 323 12 67, Kontakt