Weitere Massnahmen

Suchdienste

Im Rahmen der Anordnung bzw. des Vollzugs der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen wurden viele Personen aus ihrem familiären Rahmen gerissen, indem sie in Heimen oder bei Pflege- und Kostfamilien platziert wurden oder in gewerbliche oder landwirtschaftliche Betriebe verdingt wurden. Nicht selten kam es bei diesen Fremdplatzierungen auch zur Trennung von Geschwistern, die sich zum Teil bis heute nicht wieder gefunden haben. Auch von sogenannten "Zwangsadoptionen" Betroffene (unter Druck erfolgte Kindswegnahme und Freigabe zur Adoption) suchen teilweise noch nach der leiblichen Mutter bzw. den weggenommenen Kindern. Es gibt deshalb nach wie vor Fälle, in denen Betroffene und Opfer Familienangehörige suchen.

Nachfolgend findet sich eine Übersicht mit wertvollen Informationen zu Suchdiensten, welche Betroffene bei ihren Suchbemühungen unterstützen können. Die entsprechenden Links finden sich direkt im PDF-Dokument.

Hilfe zur Selbsthilfe (Selbsthilfeprojekte)

Vielen Betroffenen fehlen gegenwärtig auf ihre spezifischen Informationsbedürfnisse und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zugeschnittene Angebote. Diese können insbesondere den Erfahrungsaustausch, die persönliche oder berufliche Weiterbildung oder die bessere Entfaltung des vorhandenen beruflichen Potenzials (Hilfe zur Selbsthilfe) betreffen. Das AFZFG sieht vor, dass das Bundesamt für Justiz zu diesem Zweck bestimmte Projekte von Opfer- oder Betroffenenorganisationen fördern kann. In der AFZFV werden hierfür weitere Einzelheiten geregelt.

Im Merkblatt finden Sie eine Übersicht über die Voraussetzungen sowie weitere Informationen, die zur Einreichung eines solchen Projektes erforderlich und dienlich sind. Der Fachbereich FSZM steht gerne für weitere Auskünfte und eine Beratung zur Verfügung.

Wenn Sie sich für die Lancierung eines Selbsthilfeprojekts interessieren, wird empfohlen, frühzeitig mit dem Sekretariat FSZM in Kontakt zu treten, um einen Termin für ein Vorgespräch abzumachen.

Gesuche um Finanzhilfen für Selbsthilfeprojekte können jeweils per 31. März und per 30. September eingereicht werden. Die hierfür notwendigen Dokumente finden Sie unter nachfolgenden Links:

nach oben Letzte Änderung 28.05.2018