Gemeinsame elterliche Verantwortung: Runder Tisch in Bern

Medienmitteilungen, EJPD, 15.04.2011

Bern. Über 30 Vertreterinnen und Vertreter von Mütter-, Väter-, Familien- und Kinderschutz-Organisationen haben am Freitag in Bern an einem Runden Tisch zur gemeinsamen elterlichen Verantwortung teilgenommen. Bundesrätin Simonetta Sommaruga, die Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD), hatte sie zu diesem Gedankenaustausch eingeladen. Erörtert wurden zwei Aspekte der elterlichen Verantwortung: Die gemeinsame elterliche Sorge und das Unterhaltsrecht.

Bundesrätin Sommaruga ging es darum, die Argumente der Interessenvertreterinnen und Interessenvertreter aus erster Hand zu hören. In ihren Ausführungen bezeichnete sie die gemeinsame elterliche Sorge als wichtiges gesellschaftspolitisches Anliegen, das sie rasch realisieren möchte. Aber auch die Fragen des Unterhalts werde sie umgehend anpacken. Auch hier müssten Fortschritte erzielt werden, damit die gemeinsame elterliche Verantwortung auch tatsächlich zum Wohle des Kindes beitragen könne.

Mit Unterstützung aller Beteiligten sollen nun beide Aspekte der gemeinsamen elterlichen Verantwortung rasch einer Regelung zugeführt werden – einer Regelung, die für das Wohl des Kindes sorgt, für beide Elternteile gerecht ist und Konfliktpotenzial ausräumt. Die Hinweise und Anregungen vom Runden Tisch werden analysiert und in die weiteren Arbeiten integriert. In einem nächsten Schritt hat der Bundesrat die Motion der Rechtskommission des Nationalrates zu beantworten, die den Bundesrat beauftragt, beide Aspekte rasch zu regeln und dabei schrittweise vorzugehen. "Ich kann mir gut vorstellen", so Bundesrätin Sommaruga, "dass die Motion beim Bundesrat auf offene Ohren stösst und er einem schrittweisen Vorgehen zustimmen könnte."

nach oben Letzte Änderung 15.04.2011

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