Ergebnisse bei den Lotterien und Wetten leicht rückläufig

Schlagwörter: Geldspiel

Medienmitteilungen, BJ, 08.07.2011

Bern. Der im Jahr 2010 erzielte Bruttospielertrag (BSE) im schweizerischen Lotterie- und Wettmarkt ist mit 876 Millionen Franken nur leicht tiefer aus als im Vorjahr (899 Millionen Franken) ausgefallen. Dies entspricht einem Rückgang von 2,6%, wie der am Freitag veröffentlichten Lotteriestatistik des Bundesamtes für Justiz (BJ) zu entnehmen ist.

Der BSE (Spieleinsätze abzüglich ausbezahlter Gewinne) der Lotterie- und Wettveranstalter ging gegenüber dem Vorjahr nur leicht zurück und erreichte im Jahr 2010 876 Millionen Franken (2009: 899 Millionen Franken). Dieser Rückgang von rund 2,6% ist vor allem darauf zurück zu führen, dass die vergleichsweise niedrigen Jackpots der Zahlenlotterien Swiss Lotto und Euro Millions zu weniger Einsätzen verlockten.

Umsatz

Parallel zum BSE war auch der Umsatz der Lotterie- und Wettveranstalter leicht rückläufig und erreichte 2,723 Milliarden Franken (2009: 2,833 Milliarden Franken). Dies entspricht einem Rückgang von rund 3,9% gegenüber dem Vorjahr. Auf die Wohnbevölkerung umgerechnet wurden pro Kopf rund 346 Franken Spieleinsätze geleistet (2009: 364 Franken) und 235 Franken Gewinne ausgeschüttet. Die durchschnittliche Nettoausgabe beträgt damit pro Kopf 111 Franken.

Swiss Lotto übertrifft Euro Millions

Das schweizerische Zahlenlotto "Swiss Lotto", inkl. Zusatzspiele Plus und Joker, wies 2010 einen Umsatz von 518 Millionen Franken auf und musste gegenüber 2009 (547 Millionen Franken) einen Rückgang von 5,3% hinnehmen. Auf Rang zwei positioniert sich Euro Millions, das einen Umsatz von 421 Millionen Franken generierte. Gegenüber dem Vorjahr (453 Millionen Franken) resultierte eine Verminderung von ca. 7%.

Sportwetten

Mit den auf gesamtschweizerischer Ebene angebotenen Sportwetten Totogoal, sporttip one und sporttip set konnte der Vorjahresumsatz von 50 Millionen Franken knapp nicht erreicht werden. Diese Sportwetten schlossen im Jahr 2010 mit rund 49 Millionen Franken ab. Bei den in der Westschweiz angebotenen Pferdewetten PMUR (Pari Mutuel Urbain Romand) wurden zudem insgesamt 110 Millionen Franken gewettet (2009: 113 Millionen Franken). Zu vermerken ist, dass die über das Internet illegal angebotenen Wetten zahlreicher ausländischer Spielveranstalter die legalen schweizerischen Sportwetten stark konkurrieren.

Verwendung der Erträge

Die Gesellschaften Swisslos und Loterie Romande schütteten im Jahr 2010 insgesamt 542 Millionen Franken an die kantonalen Lotterie- und Sportfonds sowie an verschiedene direkt begünstigte Sportdachverbände aus (2009: 545 Millionen Franken).

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nach oben Letzte Änderung 08.07.2011

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