Nachevaluation der Schweizer Flughäfen

Expertenteam hat Infrastruktur überprüft

Medienmitteilungen, BJ, 13.02.2009

Bern. Von Montag bis Freitag haben Experten aus den Schengen-Staaten sowie der EU-Institutionen (Ratssekretariat und Kommission) die Flughäfen von Zürich, Basel und Genf nochmals auf deren Schengen-Tauglichkeit hin geprüft. Diese Nachevaluation war erforderlich, weil die notwendige Infrastruktur dieser Flughäfen anlässlich der ersten Evaluation im August 2008 noch nicht fertig gestellt war.

Ende August 2008 hatten Schengener Flughafen-Experten die Abläufe bei den Grenzkontrollen sowie die dazu notwendigen Einrichtungen an den Schweizer Flughäfen geprüft. Schengen erfordert eine Trennung der Passagierströme zwischen Schengen-externen und Schengen-internen Flügen. Bei Flügen nach und aus Nicht-Schengen-Staaten sind systematische Personenkontrollen durchzuführen, wogegen bei Schengen-internen Flügen die Personenkontrollen entfallen. Die damalige Prüfung ergab, dass an den drei grossen Landesflughäfen noch nicht alles schengen-konform war. So war insbesondere die für die Trennung der Passagierströme erforderliche neue Infrastruktur noch nicht fertiggestellt.

Diese Woche fand nun die Nachevaluation statt. Ergibt diese, dass alle die für die Flughäfen relevanten Schengener-Bestimmungen korrekt umgesetzt worden sind, können die Personenkontrollen auf Binnenflügen wie geplant auf den Flugplanwechsel vom 29. März 2009 aufgehoben werden. Die Personenkontrollen an den Landesgrenzen sind bereits am 12. Dezember 2008 mit dem Beginn der operationellen Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der EU im Rahmen der Assoziierungsabkommen von Schengen und Dublin aufgehoben worden.

nach oben Letzte Änderung 13.02.2009

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