Strafregister-Auszug kann nicht mehr am Schalter bezogen werden

Schriftlich bestellte Auszüge sollen wieder rasch zugestellt werden

Schlagwörter: Strafregister

Medienmitteilungen, BJ, 02.11.2006

Bern. Ab sofort können Privatpersonen bis auf weiteres keinen Strafregister-Auszug mehr direkt am Schalter im Bundesamt für Justiz in Bern beziehen. Strafregister-Auszüge können nur noch schriftlich bestellt werden. Mit der befristeten Schliessung des Schalters und weiteren Massnahmen soll sichergestellt werden, dass Auszüge wieder innert zwei bis drei Arbeitstagen den Gesuchstellern zugestellt werden können.

Das Schweizerische Strafregister, eine Sektion des Bundesamtes für Justiz (BJ), fertigt heute pro Tag über 1000 Auszüge für Privatpersonen aus. Die markante Zunahme an Gesuchen in den letzten zwei Jahren um rund 30 Prozent hat zu einem Engpass bei der Verarbeitung und zu Zustellfristen von acht bis zehn Arbeitstagen geführt. Das BJ hat deshalb als Sofortmassnahme entschieden, dass der Auszug nur noch schriftlich bestellt und nicht mehr direkt am Schalter bezogen werden kann. Betroffen von dieser Massnahme sind täglich 40 bis 60 Gesuchsteller. Zudem beantworten die Mitarbeitenden des Strafregisters keine telefonischen Anfragen mehr nach dem Stand der Bearbeitung. Diese Sofortmassnahmen sowie die befristete Anstellung von zusätzlichem Hilfspersonal erlauben es, im Interesse der überwiegenden Mehrheit der Gesuchsteller eine grössere Menge von Gesuchen abzufertigen und die Zustellfristen wieder auf zwei bis drei Tagen zu verkürzen.

Der Schalter stand insbesondere Privatpersonen zur Verfügung, die dringend auf einen Auszug angewiesen sind. Als Alternative zum Gang an den Schalter können diese Personen ihr Gesuch per Express abschicken; ihr Gesuch wird von den Mitarbeitenden des Strafregisters noch gleichentags bearbeitet und zurückgeschickt werden.

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nach oben Letzte Änderung 02.11.2006