Neuer Umsatzrekord bei den Lotterien und Wetten

Lotteriestatistik 2003

Schlagwörter: Geldspiel

Medienmitteilungen, BJ, 16.09.2004

Bern, 16.09.2004. Die Schweizerinnen und Schweizer haben laut der soeben publizierten Lotteriestatistik des Bundesamts für Justiz im vergangenen Jahr rund 2,3 Milliarden Franken für die Teilnahme an Lotterien und Wetten ausgegeben. Dies ist ein neuer Umsatzrekord. Das Berichtsjahr war auch geprägt durch einen Konzentrationsprozess bei den grossen Lotterie- und Wettanbietern.

Die Jahresumsätze bei den Lotterien und Wetten haben im Jahr 2003 mit 2,3 Milliarden Franken einen neuen Höchststand erreicht (Vorjahr: 2,2 Milliarden Franken). Pro Kopf der Bevölkerung macht dies rund 312 Franken aus.

Trotz eines erneut etwas schwächeren Jahres erwies sich das Schweizer Zahlenlotto mit einem Umsatz von 614 Millionen Franken (inkl. Joker-Spiele) wiederum als umsatzstärkstes Produkt. Der Rückgang des Umsatzes beim Zahlenlotto wurde aber durch die seit Jahren stetig wachsenden Umsätze bei den herkömmlichen Lotterien (insb. Rubbel-Lose) mehr als kompensiert. Hervorzuheben sind auch die Umsatzzahlen, welche mit den auf den Tactilo-Lotteriespielautomaten (Westschweiz) angebotenen 9 verschiedenen Lotteriespielen erzielt worden sind (rund 880 Millionen Franken).

Demgegenüber beträgt der Gesamtumsatz der von den Kantonen bewilligten Kleinlotterien (Plansumme unter 100'000 Franken) nur 10,5 Millionen Franken, was 0,45 % des gesamten Lotterie- und Wettumsatzes entspricht.

Nur noch zwei operative Lotteriegesellschaften in der Schweiz

Das Berichtsjahr war unter anderem geprägt durch einen Konzentrationsprozess bei den grossen Lotterie- und Wettanbietern.
Am 1. Januar 2003 ist die Berner Lotteriegenossenschaft SEVA der Interkantonalen Landeslotterie (ILL) – die unter dem Markennamen SWISSLOS auftritt – beigetreten. Gleichzeitig hat die Sport-Toto-Gesellschaft ihre operativen Aktivitäten aufgegeben und die ILL mit der Durchführung der Sportwetten beauftragt. Damit gibt es in der Schweiz nur noch zwei operativ tätige grosse Veranstalter, die Lotterien mit Plansummen über 100'000 Franken anbieten. Die Deutschschweiz, der Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein werden dabei von der ILL abgedeckt, die sechs Westschweizer Kantone von der Loterie Romande (LoRo). Beide Gesellschaften werden vollständig von den Kantonen beherrscht.

Für gemeinnützige und wohltätige Zwecke

Die Erträge aus den Lotterien und Wetten müssen laut dem Bundesgesetz betreffend die Lotterien und Wetten für gemeinnützige und wohltätige Zwecke verwendet werden. Die LoRo und die ILL haben Erträge von insgesamt 397,5 Millionen Franken an die Lotterie- und Sportfonds der Kantone sowie an Sportdachverbände (u.a. Swiss Olympic, Schweizerischer Fussballverband, Schweizer Pferderennsport-Verband) ausbezahlt.

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nach oben Letzte Änderung 16.09.2004

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