Kleine Schritte und Zukunftsmusik
Ansprache von Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold zum Abstimmungsausgang über die Änderung der Volksrechte
Reden, EJPD, 09.02.2003. Es gilt das gesprochene Wort
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger
Ich freue mich sehr, dass die Vorlage zur Änderung der Volksrechte von Volk und Ständen so deutlich - auch für mich überraschend deutllich - angenommen wurde.
Es hat kein breiter Abstimmungskampf stattgefunden. Es gab auch keine Anhaltspunkte, wie die Bevölkerung sich zu dieser Vorlage stellt. Ich wurde in den letzten Wochen verschiedentlich mit der Behauptung konfrontiert, die Reform stosse im Volk auf Ablehnung. Davon merkte ich nichts. Allerdings auch nicht vom Gegenteil.
Es gab eine sehr tiefe Stimmbeteiligung. Das war auch nicht anders zu erwarten. Bei institutionellen Fragen ist die Stimmbeteiligung immer eher tief:
- Solche Fragen wirken nicht mobilisierend;
- und sie haben in der Regel nicht direkte Auswirkungen.
Wenn ich den Vergleich zu anderen Beispielen ziehe:
- Die Senkung des Stimmrechtsalters auf 18 im Jahr 1991 wurde mit einer Stimlmbeteiligung von 31 Prozent beschlossen;
- die Staatssekretärenvorlage 1996 wurde mit einer Stimmbeteiligung von 31,3 Prozent beschlossen.
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